Ceres Tower

Ceres Tower

Atelier WW Architekten SIA AG

Der Gestaltungsplan vom Architekturbüro atelier ww aus Zürich sieht die Erstellung eines Hochhauses über 80 Meter vor, der die neue Massstäblichkeit der weiteren Hochhäuser in der Umgebung vorgegeben hat. Das Areal des Buss-Parks, auf dem der neue Turm steht, befindet sich im Zentrum dreier Stadtteile: der historischen Stadt, der Industriestadt und dem neuen Gebiet von Salina Raurica. Im Schnittpunkt zweier wichtiger Verkehrsachsen entsteht hier eine räumliche Verdichtung, die im Ceres Tower kumuliert.

„Der Ceres Tower vermittelt zwischen den vorhandenen Überbauungen des Quartiers“, erläutert der Projektleiter Peter Epprecht vom atelier ww. „Denn das Bauwerk steht nicht nur als Einzelkörper da, sondern übernimmt mit seinem fünfgeschossigen Fuss die Höhe vom Ceres Living. Diese langgestreckte Wohnüberbauung strukturiert, mit einem Wohnhof und einem südlich gelegenen grossen Grüngürtel, das Ensemble städtebaulich.“ Der Turm steht sozusagen mit einem „breiten Fuss“ am Boden, bildet auf 21 Metern in der Höhe der benachbarten Gebäude eine erste Traufe aus und wächst weiter in konkaver, expressionistischer Form bis zu einer auskragenden Krone. „Dieser quadratische Abschluss,“ so Peter Epprecht weiter, „wird gehalten durch Schwerter, die aus der konkaven Fassade herauskommen und das Vordach halten. Es entstehen so die Umrisse einer umgekehrten Pyramide, die sich über das Gebäude stülpt und seine Form nachbildet.“ Mit der Gliederung in Sockel, Schaft und Attika knüpft die Architektur an klassische Vorbilder an. Der Ceres Tower und das langgestreckte Gebäude Ceres Living bieten strassenseitig in den Sockelgeschossen frei unterteilbare Mietflächen für Dienstleistungen an. Darüber sind im Ceres Tower 90 Mietwohnungen untergebracht, mit je 6 Wohneinheiten pro Geschoss. Ceres Living bietet 136 Wohnungen in ganz unterschiedlichen Grössen an.

Die metallische Fassadenverkleidung ist in einem dunklen Bronzeton gehalten und erinnert an die ursprüngliche Tradition der örtlichen Gussindustrie, was durch eine horizontale Gliederung der Fassaden noch verstärkt wird. Die Bänder sind in einem dunklen und einem helleren Grauton mit Grünabtönung gehalten. Als Kontrapunkt sind die Untersichten der Balkone in einem leuchtendem Gelb hervorgehoben.

 Erstellt hat die Fassade die Rytz AG. Der Fassadenbauer aus Zunzgen arbeitet eng mit der Reynaers AG Aluminium Systeme, die in Frauenfeld beheimatet ist, zusammen. Ziel beider Firmen ist die optimale Lösung für den jeweiligen Kunden. Die Reynaers AG lieferte das Fenster- und Türsystem CS 86-HI nach Zunzgen. Das System ermöglicht die Herstellung von nach innen wie nach aussen öffnenden Fenstern und Türen. Im Türbereich sind Elementhöhen bis zu 3 Meter realisierbar, optisch ausgeführt als flächenbündiges oder aufschlagendes Profil. CS 86-HI ist ein Modul des als Baukasten aufgebauten intelligenten Concept Systems® (CS). Als thermisch optimal isolierendes Drei-Kammer-System verbindet und vereint es ästhetisches Design, optimale Stabilität und höchste Wärmedämmung.

Mit dem gelieferten Reynaers System entwickelte die Rytz AG ihre eigene Unternehmerlösung für die Aluminiumfenster des Ceres Towers. Insgesamt wurde 2'000 Fenster produziert und eingebaut. Die Fensterelemente sind geschosshoch und umlaufend und aus hochwertig gedämmtem Aluminium mit dreifacher Wärmeschutz-Isolierverglasung. Die Lüftung der Büros ist individuell möglich und geschieht über teilweise öffenbare Fenster.

„Die komplette Produktion und Montage der Fassade hat in unserer Verantwortung gelegen“, erläutert Jürg Ryser, Projektleiter der Rytz AG. „Und die Fenster sind ein besonderer Teil davon gewesen. Die vom Fachplaner ursprünglich ausgeschriebene architektonische Idee haben wir optimiert. Wir haben aus den Reynaers-Profilen die Fenster nach den Bedürfnissen unseres Kunden gebaut. Zum Beispiel haben wir eine Storenführung direkt ins Fenster integriert. Wie Reynaers suchen auch wir immer die individuell beste Projektlösung für den Kunden.“ Die Rytz AG ist bestrebt, möglichst viel im Werk vorzuproduzieren. Auf der Baustelle können dann die fertigen Elemente eingebaut werden, ähnlich wie beim Legosystem. Die grössten Arbeiten bis hin zum Abdichten können so im Werk stattfinden.

„Die Geometrie des Turmes stellte eine spezielle Herausforderung für uns dar,“ beschreibt Jürg Ryser die Aufgabenstellung. „Die Fassade ist nach innen gewölbt, weshalb nicht konventionell mit dem Massband eingemessen werden konnte. Jedes einzelne Element haben wir mit einem Tachymeter eingemessen. So ist auf den gesamten 82 Meter eine Toleranz von plus/minus 4 Millimeter erreicht worden.“

Der Ceres Tower ist im Minergie-Standard und mit dem Green Property-Label zertifiziert. Seinen Beitrag dazu trug das von Reynaers gelieferte CS 86-HI System bei. Steht es doch neben Komfort und Sicherheit insbesondere für Energieeinsparung.

 

Verarbeiter: 
Rytz Industriebau AG
Architekt: 
Atelier WW Architekten SIA AG
Ort: 
Schweiz
andere Partner: 
CS RE F LiningPlus (Credit Suisse) (Investors) HRS Real Estate AG (General contractors) HRS Real Estate AG (Project developers)
benutzt Reynaers Systeme: 
Project solutions: 
CS 86 bespoke solution