Paragon Tower

Paragon Tower

Gökhan Aksoy Mîmarlik

Der Paragon-Turm wurde in der Form eines einfachen Winkelprismas gebaut, das sich von seiner Basis erhebt. Das vom Architekten Gokhan Aksoy entworfene Bürogebäude befindet sich im Stadtviertel Çukurambar der türkischen Hauptstadt Ankara. Es umfasst 27 Stockwerke mit Büroräumen und fünf Geschosse für die soziale und gewerbliche Nutzung sowie für andere Zwecke, Parkplätze und Gärten.

Die rechteckig geformte Grundfläche befindet sich direkt neben einer Hauptverkehrsader in einem der unlängst entwickelten Stadtviertel von Ankara, in de vor ungefähr zehn Jahren viele gleichförmige Bürogebäude entstanden sind. Der Büroturm ist ein einfaches Winkelprisma mit zwei ineinander verzahnten L-förmigen Geschossen, die den Aufzugsschacht und die Treppe in der Mitte umgeben. Die Bodenfläche wird mit jedem Stockwerk kleiner, sodass eine dynamische diagonale Form in der gesamten Baumasse des Turms entsteht.

 

Die 27 Stockwerke der Bürobereiche umfassen ungefähr 12.000 Quadratmeter in dem 32 Etagen hohen Bauwerk, das insgesamt eine Baufläche von 44.600 Quadratmeter einschließlich sozialer und gewerblicher Nutzung sowie anderer Bereiche und Parkplätze zählt. Im Gebäude befinden sich vier halb offene Geschossgärten, und zwar im 7. und im 17. Stock. Diese sind mit Cafés und Gaststätten als Treffpunkte für Büroangestellte ausgestattet. In der obersten Etage befindet sich zudem ein großzügig gestaltetes Restaurant mit einem atemberaubenden Blick auf die Stadt.

 

Das Gebäude hat zwei Eingänge, die sich aufgrund der Hanglage in zwei unterschiedlichen Stockwerken befinden. Der untere der beiden Eingänge dient als Eingang zum Turm an sich, während der obere Zugang den Weg zum Innenhof eröffnet, der bei der Terrasse am Gebäudesockel liegt. Beim Eingang des Turms selbst nimmt der Büroblock eine nach hinten versetzte Lage zur Straße ein, sodass ein öffentlicher Raum entsteht, der durch das Vordach zusätzlich betont wird. Um Gäste auf einladende Weise zu begrüßen, wurde der obere Innenhof durch die Grüngestaltung und die Ergänzung urbaner Skulpturen vergrößert.

Die Bodenfläche wird in jedem Stockwerk kleiner, sodass eine diagonale Form entsteht

An diesem dicht bevölkerten Standort wird die Bodenfläche für mehr Kreativität optimal genutzt

EINLADENDER INNENHOF

Der obere Innenhof stellt eine Verbindung zwischen dem Turm und dem Gebäudesockel her. Diese Wirkung wird durch das Vordach verstärkt, das das Gebäude mit den unabhängigen Gebäudeteilen um den Innenhof herum verbindet. Der Innenhof wurde mit halböffentlichen Bereichen gestaltet, sodass die Besucher aufgefordert werden, mit dem Gebäude in eine Interaktion zu treten und die offenen Räume im Erdgeschoss zu nutzen.

 

Der Paragon-Turm weist viel Ähnlichkeit mit den anderen Bürogebäuden in der Umgebung auf, denn wie in so vielen dicht bevölkerten Umgebungen waren die Architekten gezwungen, die Nutzfläche auf möglichst einfache Weise zu vergrössern, sodass sie ihre Kreativität nur dadurch unter Beweis stellen konnten, dass sie eine artikulierte Fassade schufen, bei der die Bauvolumen zum Teil durch die begrenzende Zoneneinteilung definiert wurden. In diesem Fall ist es dem Architekten jedoch gelungen, eine dynamische und angenehm asymmetrische Form zu schaffen, ganz einfach, indem er die Bodenfläche auf jedem aufeinander folgenden Stockwerk angepasst hat. Diese Dynamik wurde erzielt, ohne Zugeständnisse bei der Nutzung des zentralen Bereiches zu machen. Das durch eine Verkleidung aus anodisiertem Aluminium und den Reynaers Systemen CW 50-SC und CW 50 kreierte Fassadenmuster verstärkt darüber hinaus die Dynamik des Gebäudes.

SCHWEBENDES VORDACH

Der Erfolg des Gebäudes ist ebenfalls in hohem Maße auf die im Erdgeschoss gescha fenen öffentlichen Bereiche zurückzuführen, die mit großem architektonischem Fachwissen gestaltet wurden. Die beiden großen unabhängigen Teile befinden sich an den Rändern des rechteckigen Grundstücks und dienen der Verwendung als große Verkaufsgeschäfte. Durch ein elegantes schwebendes Vordach sind sie auf geschickte Weise mit dem Sockel des Turms verbunden. Der durch diese unabhängigen Bauteile und dem Vordach entstandene offene Bereich ist ausgezeichnet in den unteren Turmbereich integriert, sodass ein reizvoller öffentlicher Raum in Ankara entsteht.

Verarbeiter: 
Panel Cephe
Architekt: 
Gökhan Aksoy Mîmarlik
Ort: 
Ankara, Türkei Auf der Karte anzeigen
Fotograf: 
Selçuk Çınar
andere Partner: 
Bayraktar Inșaat (Investors) Ufuk Mesken Inșaat (General Contractors)
benutzt Reynaers Systeme: 
Project solutions: 
CW 50 Alu on steel