't Rabot

't Rabot

Bontinck

In Gent wird das am Stadtgürtel aus dem 19. Jahrhundert gelegene Rabot-Viertel einem groß angelegten Facelifting unterzogen. Mit Hilfe des Masterplans ‘Brücken nach Rabot’ möchte der Stadtrat das Viertel wieder an das Zentrum anknüpfen. Die alten industriellen Webereien entlang der Ringstraße, die im 19. Jahrhundert den Glanz des Viertels repräsentierten, werden nach und nach mit neuen Funktionen wie Wohnungen, Büros und Design-Geschäften belegt. Auf der gegenüber liegenden Seite, auf dem Gelände des ehemaligen Rangierbahnhofs, erstrahlen jetzt inmitten einem Park das Gerichtsgebäude der belgischen Stadt sowie ein Jugendzentrum in neuem Glanz.   Inmitten der Industriewebereien des 19.

Jahrhunderts schufen G+D Bontinck einen neuen Bürokomplex, der unter dem Namen ’ ’t Rabotkantoren’ bekannt ist. Das Rabot-Viertel eignete sich dank einiger besonderer Vorzüge wie der besonderen Lage am Stadtring und der guten Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln geradezu ideal als Standort für das neue Objekt. Außerdem liegt es nur einige Gehminuten vom historischen Stadtkern entfernt. Das Gebäude zeigt mit einer geschlossenen Kehrseite zum Ring hinaus. Als Quelle der Inspiration dienten der geschlossene Charakter und die Mauern aus Natursteinen der ‘Rabot’, der Stauschleuse aus dem 15. Jahrhundert mit ihren zwei Türmchen. Die Vorder- und Rückfassade sind aus vorgefertigten Fassadenpaneelen mit einer Grobkieselschicht aufgebaut, die Verschmutzung abhalten und als Lärm- und Blickschutz dienen sollen. Dieser Aufbau steht im schrillen Kontrast zum offenen Hightech-Seitenbereich, der sich aus Glasfassade, Sonnenschutzeinrichtung und einer teilweise überkragten Galerie zusammensetzt. Einmal abgewandt vom geschlossenen Eindruck auf der Straßenseite zeigt das Gebäude dann auch einen offenen und transparenten Charakter. Die seitlichen Glasfassaden gewähren den untersten Büroetagen Aussicht auf einen halböffentlichen Innengarten. Von der obersten Etage aus hat man einen Ausblick über die historische Innenstadt mit den drei Türmen von Gent. Die Galerie leitet den Besucher zum zentralen Empfangsraum, in die Umlaufhalle der Büros und anschließend zur dahinter gelegenen unterirdischen Parkfläche sowie zum Innengarten. Das Bürogebäude selbst besitzt einen einfachen Aufbau. Zwischen den beiden Querseiten erstrecken sich die lateralen Fassaden mit dem Lamellenschirm, dahinter erheben sich vier Bürogeschosse. Im Gebäudezentrum verläuft eine offene Aufzugsachse sowie ein Treppenhaus, as über die gesamte Höhe verglast ist. Diese Konstruktion ermöglicht die Aufteilung des Gebäudes in zwei autonome Bürobereiche. Die geschlossenen Querfassaden und die offenen Seitenfassaden zeigen eine für Bürofunktionen äußerst günstige Ausrichtung: die Glasfassaden sind nach Nordosten und Südwesten ausgerichtet, so dass morgens, abends und im Winter die tief stehende Sonne einstrahlen kann. Eine hoch stehende Sonne wird durch die Lamellenwand und die geschlossenen Querfassaden am Einstrahlen in das Gebäude gehindert.  

ENTSCHEIDUNG FÜR ALUMINIUM

“Bei der Entscheidung für den Einsatz von Aluminium- Fensterprofilen für die Fassaden galt es zwei Aspekte zu berücksichtigen,” erklärt Bert Dekeyser von G+D Bontinck, Projektleiter für das Bürogebäude, “einen architektonischen und einen programmatischen.” Den Architekten schwebte einerseits ein Bild mit Hightech-Komponenten vor Augen sowie Schutzwände mit Sonnenschutzvorrichtung. In dieses Konzept fügte sich Aluminium als Material hervorragend ein. Da während der Entwurfsphase der eigentliche Nutzer des Gebäudes zunächst noch nicht bekannt war, strebte der Auftraggeber nach größtmöglicher Flexibilität und Nutzungsfreundlichkeit. Das Gebäude wurde so konzipiert, dass es über die zentrale Umlaufhalle in zwei gesonderte, abschließbare Bereiche aufgeteilt werden kann. Bei der Auswahl der Materialien galt den Aspekten Nachhaltigkeit und Wartungsfreundlichkeit besonderes Augenmerk. Auch hier knüpft die Entscheidung für Aluminiumprofile in praktischer Weise an die Bedingungen des Auftraggebers an. Im Verlauf des Bauprozesses wurde das Konzept einigen Änderungen unterworfen, um den zukünftigen strengeren Energienormen gerecht werden zu können. Der Isolationswert der Zweifachverglasung konnte angehoben werden, und die Entscheidung fiel auf das schlanke Profilsystem CW 50, das gute Wärmedämmwerte versprach. Daran befestigt wurden die Wartungsbalkons und der Lamellenschirm. Dank des großzügigen Abstands zwischen dem Lamellenschirm und der Glasfassade, dem Neigungswinkel er Lamellen, der geringen Abmessungen der Profile und der Abstände der horizontalen Glaspfosten erhielt die Fassade eine hohe Transparenz bei zugleich erstklassiger Energieeffizienz.

Verarbeiter: 
Hermans
Architekt: 
Bontinck
Ort: 
Gent, Belgien Auf der Karte anzeigen
Fotograf: 
Louis Jongeneelen
andere Partner: 
VKW Synergia (Investors) Franki (General Contractors)
benutzt Reynaers Systeme: